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Dialogveranstaltung zum Projekt | Mitschnitt vom 17. Juni 2021

Einleitender Hinweis

Die digitale Dialogveranstaltung am 17. Juni 2021 war als öffentliche Informationsveranstaltung der Autobahn GmbH des Bundes – Niederlassung Südbayern (Autobahn Südbayern) konzipiert, um alle am Projekt Interessierten beziehungsweise potenziell von den Auswirkungen des Projekts Betroffenen frühzeitig zu informieren. Die Veranstaltung wurde mit Postwurfsendungen an rund 26.000 Haushalte im Projektgebiet sowie über Presse und Medien angekündigt. Ein Mitschnitt der Live-Veranstaltung ist oben auf dieser Seite eingebettet.

Die Autobahn Südbayern beantwortet hier die vor und während der Sendung eingegangen Fragen, sofern dies aus heutiger Sicht und mit Blick auf das laufende Planfeststellungsverfahren möglich ist. Die gestellten Fragen dokumentieren wir unverändert; ähnlich lautende Fragen wurden zur besseren Lesbarkeit zusammengefasst. Fragensammlungen, wie sie uns per E-Mail zugegangen sind, wurden thematisch aufgeteilt.

Die Informationsveranstaltung war kein Erörterungstermin im Sinne des Verwaltungsverfahrensgesetzes. Die Antworten dienten und dienen der Information. Eine rechtliche Verbindlichkeit ist dem laufenden Planfeststellungsverfahren der Regierung von Oberbayern vorbehalten.

Zu allen Einwendungen zum laufenden Planfeststellungsverfahren, die fristgerecht zum 15. März 2021 bei der Regierung von Oberbayern eingereicht worden sind, wird die Autobahn Südbayern im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ausführlich Stellung nehmen.

Baukommunikation

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:

Wo wird die Baustelleninfrastruktur eingerichtet (Container, Lager Baumaterialien, Baumaschinen etc.)? Wie soll der Anfahrtsweg dorthin erfolgen? Wie viele LKW-Fahrten sind pro Tag geplant? Werden die Anfahrtswege bereits heute durch Fahrradfahrer genutzt und gibt es dort getrennte Radwege?
Werden Wohncontainer während der Bauzeit aufgestellt, wenn ja: wo? Für wie viele Bauarbeiter? Ist auch geplant, am Wochenende u in der Nacht zu bauen? Oder soll nur zu den „üblichen Geschäftszeiten“ zu bauen?)

Antwort:

Derzeit findet das Planfeststellungsverfahren statt. Die durch die Planfeststellungsbehörde festgestellten Pläne und sonstigen Unterlagen müssen der Ausführungsplanung zu Grunde gelegt werden. Hierbei wird die Planung konkretisiert und die Bauabwicklung detailliert geplant. Zu den Fragen der Baustelleninfrastruktur können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage treffen.

Die Erholungsfläche Allacher Sommerbad wird von der Baumaßnahme nicht betroffen sein. Die Baustelle auf der Tunneloberfläche wird während der Baumaßnahme durch Bauzäune abgegrenzt.


Baubeginn

Der Baubeginn kann erst erfolgen, wenn der Planfeststellungsbeschluss erlassen wurde und die Ausführungsplanung abgeschlossen ist. Dies ist frühestmöglich im Jahr 2025 der Fall.

Nach durchgeführter Instandsetzung des Tunnels Allach geht die Autobahn Südbayern davon aus, dass über einen langen Zeitraum keine grundlegenden Sanierungen/Instandsetzungen erforderlich werden.

Das wurde geprüft, mit dem Ergebnis, dass eine längere Vollsperrung der A99, wie sie für die Sanierung nötig wäre, keine Option darstellt. Es gibt keine Möglichkeit den kompletten Verkehr der A99 umzuleiten.

Die Bauphase 2 wird nach heutigem Stand etwa vier bis fünf Jahre dauern. Durch die 4+0 Verkehrsführung bleiben jeweils 2 Fahrstreifen pro Richtung offen. Mit einer verkehrlichen Entlastung ist erst nach durchgeführter Instandsetzung des Tunnels Allach zu rechnen.

Die Sanierung des Tunnels erfolgt in der Bauphase 2 und dauert vier bis fünf Jahre. Während der Sanierung müssen die Fahrbeziehung auf der A99 in beide Richtungen offenbleiben und der Tunnel kann nicht komplett gesperrt werden. Dies führt dazu, dass die Tunnelröhren nacheinander saniert werden müssen. Der Neubau des Tunnels erfolgte damals ohne Verkehr und auf freier Fläche. Diese beiden Maßnahmen können nicht miteinander verglichen werden.


Gestaltung

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:
Wenn Sie eine Würmbrücke planen, wird dann am Lippweg, die Straße, die an der Autobahn entlang durchs Moos geht, ein Rad- und Fußgängerweg geplant? Das wäre sehr nützlich denn es gibt immer mehr Radfahrer und wenn die Würmbrücke kommt werden sicherlich noch mehr Radfahrer kommen. Außerdem ist das auch die Verbindung für die Autofahrer von Olching Richtung Allach. Kommt ein Fahrradweg an den Lippweg der entlang der Autobahn geht?

Antwort:

Der Lippweg nördlich der A99 befindet sich in der Unterhaltslast Landeshauptstadt München und ist nicht in der Maßnahme enthalten. Die Autobahn Südbayern hat keine Möglichkeit, dort einen Geh- und Radweg zu errichten. Die Autobahn Südbayern wird die Anregung für einen Geh-und Radweg entlang des Lippwegs gern an die Landeshauptstadt München weitergeben.

An der bestehenden Situation außerhalb der Maßnahme ändert sich nichts. Entlang der Otto-Warburg-Straße existiert auch zum heutigen Zeitpunkt ein Geh- und Radweg, der bis zur Anschlussstelle München-Ludwigsfeld verläuft und dort die Autobahn an zwei Stellen (Allacher Forstweg, Auf den Schrederwiesen) kreuzt. Weiter in Richtung des Autobahndreiecks München-Feldmoching bestehen Wirtschaftswege entlang der Autobahn, die genutzt werden könnten.

Die Autobahn Südbayern wird diese Anregung gern in die weitere Abstimmung mit der Landeshauptstadt München aufnehmen. Sollte die Landeshauptstadt München Flächen für einen Geh- und Radweg von der Autobahn Südbayern benötigen, wird die Autobahn Südbayern dies wohlwollend prüfen.

Die Brücke über die Würm wird als beschränkt öffentliche Geh- und Radwegbrücke errichtet und kann, nach Abschluss der Arbeiten, von allen benutzt werden.


Kommunikation

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:

Wie sieht in der Bauzeit das Umleitungskonzept aus. Gerade im Bereich der Gemeinde Karlsfeld sehen wir eine große Betroffenheit im Bereich der B304. Leider wurde der Gemeinde Karlsfeld trotz Zusicherung dieses Konzept nicht vorgelegt
Wir brauchen eine Steuerung der Verkehrsflüsse und ein Konzept zur Entlastung der Eversbuschstraße – wann werden Sie in Ihren Planungen so etwas haben? Wird es wieder eine Veranstaltung geben, bei der Sie dazu schon mehr sagen können?

Antwort:
Die Autobahn Südbayern kann nicht in kommunale Verkehrssteuerungen eingreifen. Im Zuge der Ausführungsplanung will die Autobahn Südbayern u.a. gemeinsam mit den zuständigen Verkehrsbehörden der Landeshauptstadt München und den beteiligten Landkreisen ein Konzept für die Verminderung des Verlagerungsverkehrs entwickeln. Derzeit befindet sich das Projekt in der Planfeststellung. Auf der Website www.tunnel-allach.de wird über alle Entwicklungen fortlaufend informiert.

Die digitale Dialogveranstaltung am 17. Juni 2021 war als öffentliche Informationsveranstaltung der Autobahn Südbayern konzipiert, um alle am Projekt Interessierten bzw. potenziell von den Auswirkungen des Projekts Betroffenen frühzeitig zu informieren. Die Veranstaltung wurde mit Postwurfsendungen an rund 26.000 Haushalte im Projektgebiet sowie über Presse und Medien angekündigt.

Die Autobahn Südbayern ist darüber hinaus mit den verschiedenen Organisationen und Institution im Dialog, dazu zählen u.a. die Kommunen, große Arbeitgeber und auch Bürgerinitiativen.

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:

Naturschutz ist gut und wichtig. Doch wie ist es mit den Menschen in Karlsfeld an der B 304 während der Bauphase?
Hier steht ein Verkehrskollaps bevor. Schon jetzt ist das kein Zustand. Offenbar haben Sie sich schon um die Eidechsen gekümmert, aber stehen bei der Bewältigung der Verkehrsprobleme am Anfang: Wie bleiben Sie mit uns im Gespräch, um Entlastungsmaßnahmen auch für die Anrainer wirksam aufzusetzen?

Antwort:

Im Zuge der Ausführungsplanung plant die Autobahn Südbayern gemeinsam mit den zuständigen Verkehrsbehörden der Landeshauptstadt München und den beteiligten Landkreisen Möglichkeiten für die Verminderung des Verlagerungsverkehrs. Derzeit befindet sich das Projekt in der Planfeststellung. Welche konkreten Maßnahmen während der Bauzeit umgesetzt werden können, kann zum aktuellen Stand der Planung noch nicht vorhergesagt werden.

Aus zeitlichen Gründen konnte die Autobahn Südbayern leider nicht alle individuellen Fragen während des Dialogformats im Detail beantworten. Aus technischen Gründen war die Zeichenzahl auf 500 Zeichen je Frage begrenzt, wobei es keine Limitierung bei der Anzahl der Fragen gab. Unser Moderationsteam hatte die schwierige Aufgabe, aus der Vielzahl der verschiedenen Fragen einen repräsentativen Querschnitt an Themen für die Veranstaltung auszuwählen. Ergänzend werden die gestellten Fragen im Nachgang beantwortet.
Zu allen Einwendungen, die fristgerecht zum 15. März 2021 bei Regierung von Oberbayern eingereicht worden sind, wird die Autobahn Südbayern im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens ausführlich Stellung nehmen.


Kosten

Die Kosten für einen rein hypothetischen Tunnelneubau wurden nicht untersucht, daher können wir diese Frage nicht beantworten. Die für einen Neubau notwendigen Flächen sind im Projektgebiet nicht verfügbar.

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:

Warum wird kein neuer Tunnel gebohrt? Heutige neue Techniken könnten das doch auch in der Zeit.
Warum keine neue Röhre?

Antwort:

Das vorliegende Projekt beinhaltet die Sanierung des Tunnels Allach und die Temporäre Seitenstreifenfreigabe. Eine neue Tunnelröhre ist dafür nicht notwendig. Eine dritte Tunnelröhre wird zwar vom Bundesverkehrsministerium als langfristige Lösung angedacht. Durch die Notwendigkeit der baldigen Sanierung der bestehenden Tunnelröhren und der mit diesem Projekt einhergehenden verkehrlichen Verbesserungen, ist eine dritte Röhre eine Idee für die Zukunft, an der derzeit nicht gearbeitet wird.

Das Projekt zur Sanierung des Tunnel Allachs und der Einrichtung der temporären Seitenstreifenfreigabe kostet mehr als 150 Mio. Euro. Die für das Projekt erforderlichen Leistungen stehen erst nach der Genehmigung und der dort festgeschriebenen Auflagen beispielsweise im Naturschutz fest. Die Kosten werden daher nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens und vor Baubeginn bestimmt.


Lärm

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:
Kann man den Autobahnlärm vermindern, den wir von den Einfahrten ständig hören? Am Beginn der beiden Einfahrten wohnt niemand, da stört es nicht, aber mit den offenen Einfahrten ist das eine Katastrophe! Bitte finden Sie eine Lösung.

Gibt es eine Möglichkeit, im Zuge des Projekts den Lärmschutz bei den Tunneleinfahrten zu verbessern, z.B. durch Überdachung?
Der Aubinger Tunnel ist eigentlich ein gutes Beispiel: können Sie auch bei uns Verbesserungen beim Schallschutz ermöglichen?

Können Sie etwas für uns tun, um den Schallschutz zu verbessern? Auch die Neubaugebiete brauchen hier eine Perspektive.

Kann man was für den Schallschutz bei den Tunneleinfahrten tun?

Wird der Autobahnlärm auch für die Anwohner besser, wenn Sie die Schallschutzvorrichtungen verbessern, wie Sie gesagt hatten? Gibt es die Möglichkeit, die Tunnelein- und -ausfahrten zu ertüchtigen? Wir hören den Lärm von den Einfahrten, nicht die Autobahn selbst!

Schallschutz bei den Einfahrten – können Sie dazu noch etwas sagen? Wird sich da etwas verbessern?

Zum Lärmschutz: Natürlich halten Sie Grenzwerte ein. Aber wir bitten Sie, im Gegenzug zu den Belastungen, die Sie uns abfordern, eine naheliegende und ohne Weiteres mögliche Verbesserung vorzunehmen. Die Gleichbehandlung ist doch kein Argument: TUN SIE, WAS MÖGLICH IST. Die langen Einfahrten sind das Problem, danach kommen freie Felder!

Wenn Sie so viel für die Zauneidechsen gebaut haben, müsste da nicht ein verbesserter Lärmschutz für uns Anwohner möglich sein? Sanierung und Seitenstreifen sind toll, aber da könnten Sie wirklich was Großartiges für uns erreichen und die Lebensqualität erheblich anheben!

Antwort:

Die Lärmsituation wurde in der Planfeststellung (siehe Unterlage 17.1) untersucht und wird sich nicht verschlechtern. Gemäß der Untersuchung ist eine Überdachung der Rampen im Zu- und Ablauf des Tunnels nicht notwendig und könnte darüber hinaus statisch auch nicht umgesetzt werden. Am Westportal wird im Mittelstreifen eine 30 Meter lange und 4 Meter hohe Lüftungstrennwand nachgerüstet. Diese wird hochabsorbierend ausgeführt und wirkt sich somit positiv auf die Lärmsituation aus.


Naturschutz

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:
Für den Naturschutz sind Ausgleichsflächen 13km weit weg geplant?
Warum wird knapp 1 hektar Ausgleichsfläche weit weg in Krailling angelegt und nicht in der Nähe der Baumaßnahme?

Antwort:
Die Naturflächen im Bereich Allach werden bereits stark genutzt und es steht nur wenig freie Fläche für Ausgleichsmaßnahmen zur Verfügung. Durch intensive Bemühungen kann trotz des Mangels an frei verfügbaren Flächen ein Großteil der naturschutzfachlichen Ausgleichsflächen im Umfeld der Baumaßnahme verwirklicht werden. Nur eine Fläche liegt weiter weg. Sie befindet sich jedoch in einem sogenannten Flächenpool. Dort wird in größerem Maß ein naturschutzfachlicher Umbau geplant und umgesetzt. Dies hat den Vorteil, dass in einem größeren Zusammenhang naturschutzfachlich hochwertige Flächen entstehen, die Tieren und Pflanzen mehr Platz bieten und weniger Störungen von andersartigen Nutzungen darauf einwirken werden.

Im Umfeld der Baustelle auf der Tunneldecke gibt es viel Bebauung und die Flächen werden durch Straßen und Bahntrassen durchschnitten. Während der Baumaßnahme auf der Tunneloberfläche sind die naturnahen Flächen dort vorübergehend nicht nutzbar. Nach Beendigung der Baumaßnahmen auf der Tunneldecke werden die Flächen, welche nicht bebaut wurden, wieder hergerichtet und in einen naturnahen Zustand versetzt.

Weder der Allacher Forst noch die Allacher Lohe werden durch die Baumaßnahme in ihrer Fläche angetastet. Die Flächen des Allacher Forstes und der Allacher Lohe sind europaweit als FFH-Gebiet und national als Naturschutzgebiet geschützt. Für eine naturschutzfachliche Ausgleichsfläche, die die Eingriffe durch eine Baumaßnahme kompensieren soll, ist es notwendig, dass so eine Fläche naturschutzfachlich aufgewertet werden kann. In Schutzgebieten ist dies meist nicht mehr möglich. Die Ausgleichsflächen für die Baumaßnahmen am Tunnel Allach und der Autobahnstrecke bis zum Autobahndreieck München-Feldmoching liegen teilweise in der Nähe des Tunnels und neben der Autobahn im Bereich der Karlsfelder Straße. Eine weitere Ausgleichsfläche befindet sich im Gemeindegebiet Krailling in einem größeren Ausgleichskomplex.

Die geplanten Maßnahmen auf den Ausgleichsflächen orientieren sich einerseits an den durch den Bau verlorengegangenen naturschutzfachlich hochwertigen Flächen, diese sollen durch Neuanlage ausgeglichen werden. Betroffen sind in dem Vorhaben zum Beispiel die trockenwarmen, krautigen Säume. Andererseits müssen die Voraussetzungen der Ausgleichsfläche, wie Bodenbeschaffenheit und Ausrichtung zur Sonne, berücksichtigt werden. Im Landschaftspflegerischen Begleitplan, der Teil der Genehmigungsunterlagen ist, wird die Lage und die Art der Umgestaltung dieser Flächen zu Ausgleichsflächen beschrieben. Südlich an den Tunnel angrenzend wird die Fläche für die Zwischenhälterung der Zauneidechsen als Ausgleichsfläche weiterentwickelt. Etwas südlicher davon entsteht eine Fläche mit Halbtrockenrasen und Gebüschgruppen. Die Flächen in der Nähe der Karlsfelder Straße werden zu artenreiche, extensiv gepflegten Wiesen mit Gebüschgruppen und artenreichen Säumen. Auf der Fläche im Gemeindegebiet Krailling wird der vorhandene Wald zu Laubwald entwickelt. Durch dieses Maßnahmenbündel an Ausgleichsflächen entsteht eine Vielzahl an verschiedenen, naturschutzfachlich wertvollen Flächen, die Diversität und Artenreichtum fördern.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es auch in Zukunft trotz der TSF noch zu Stauungen kommt. Dies wurde auch bei der Berechnung der Schadstoffbelastung berücksichtigt. Durch die zusätzliche Kapazität auf der Autobahn werden die jährlichen Staustunden allerdings deutlich abnehmen und sich somit auch die stauinduzierten Schadstoffbelastungen durch den schlechten Verkehrsfluss verringern.

Die Planung zu der Baumaßnahme wird mit einem umfangreichen Programm der Umweltplanung begleitet. Bestandteil der Genehmigungsplanung sind diverse naturschutzfachliche Unterlagen wie Landschaftspflegerischer Begleitplan, Artenschutzbericht, FFH-Verträglichkeitsprüfung und Umweltbericht (siehe Planfeststellungsunterlagen). Diese Unterlagen belegen die Untersuchung der Landschaft vor dem Bau und enthalten Vorgaben zum Schutz der Umwelt sowie zu Maßnahmen für den Naturschutz. Zum Beispiel wird in den Allacher Wald flächig nicht eingegriffen. Zauneidechsen werden während des Baus auf der Tunneloberfläche umgesiedelt. Nach dem Bau wird die Fläche auf dem Tunnel wiederhergerichtet. Zusätzlich werden für die Eingriffe in Natur und Landschaft neue Ausgleichsflächen angelegt und gepflegt.


Politik

Die Autobahn Südbayern ist hier auf die Unterstützung vieler Akteure angewiesen, dazu zählen großen Arbeitgeber, Mobilitätsdienstleister, die Landeshauptstadt München und die umliegenden Gemeinden – und letztlich alle Autofahrerinnen und Autofahrer. Wir haben die feste Absicht, hier partnerschaftlich Lösungen zu erarbeiten und haben in anderen Projekten bereits positive Erfahrungen gesammelt.


Projektdauer

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:

Warum muss ein solches Projekt 8 Jahre dauern?
Gibt es keine Möglichkeit, das schneller hinzukriegen? Mir kommen diese vielen Jahre unglaublich lang vor: klar ist das ein größeres Projekt, aber in acht Jahren wurde der Transrapid entwickelt?!
Wie lang dauert die Bauphase 2?

Antwort:
Die im Erläuterungsbericht genannte Bauzeit von 3 Jahren auf der Tunneloberfläche und 5 Jahren auf der Strecke wurde über eine Bewertung der zahlreichen erforderlichen Arbeitsvorgänge ermittelt und damit ein Rahmenterminplan abgeleitet. Die Bauablaufplanung wird im Zuge der Ausführungsplanung noch weiter konkretisiert und zudem fortlaufend optimiert werden. Die Autobahn Südbayern will die verkehrlichen Auswirkungen während der Bauzeit so gering wie möglich halten.


Sicherheit

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:

Kann die Höhenkontrolle weiter nach vorne verlagert werden?
Der Tunnel Allach ist heute schon regelmäßig wg. Auslösung der Höhen-Messanlage automatisch gesperrt und es entstehen teilweise lange Staus. Ändert sich durch dieses Bauvorhaben etwas daran?

Antwort:

Die Höhenkontrollen werden im Zuge der Maßnahmen verbessert. In Zukunft werden die Höhen wesentlich früher kontrolliert, sodass die LKW nach Auslösen der Höhenkontrolle vor dem Tunnel über Anschlussstellen die Autobahn verlassen können. Dadurch wird im Idealfall eine Tunnelsperrung vermieden.


Synchronisierung

Im Zuge der Ausführungsplanung und Bauvorbereitung werden wir uns mit den Akteuren im Umfeld abstimmen, um die verkehrlichen Auswirkungen so gering wie möglich zu halten. Ein Durchgriffsrecht auf andere Vorhabensträger hat die Autobahn GmbH jedoch nicht.

Die kleinräumigen Änderungen der Zuwegung haben keinen Einfluss auf die Routenwahl. Eine Stärkung des ÖPNV-Angebots bewerten wir positiv und sind mit Mobilitätsdienstleistern dazu im Gespräch.

Hierzu finden zu gegebener Zeit Detailabstimmungen mit den Projektträgern des S-Bahn Nordrings statt. Nach dem letzten bekannten Kenntnisstand soll der Nordring ab 2025 den Euroindustriepark, das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ) von BMW und Karlsfeld verbinden. Dies wäre deutlich früher als die geplante Sanierung im Tunnel Allach.

Der Bau einer Anbindung der Schleißheimer Straße an die A 99 – von der derzeitigen Stadtregierung erst einmal zurückgestellt – hätte nach dem jetzigen Kenntnisstand keine größeren Auswirkungen auf eine Sanierung des Tunnels Allach.


Temporäre Seitenstreifenfreigabe (TSF)

Die Seitenstreifenfreigabe erfolgt über den gesamten Abschnitt der A99 vom Autobahndreieck München-Allach bis zum Autobahndreieck München-Feldmoching.

Der Engpass im Bereich des Tunnel Allachs und der A 99 Nord wird durch die Maßnahme deutlich entschärft. Auf anderen Abschnitten der A99 West und Ost sind ebenfalls Maßnahmen zur Engpassbeseitigung in Planung.

Nach der Maßnahme werden ungefähr 150.000 Fahrzeuge pro Tag den Tunnel nutzen. Allerdings ist die Verkehrsnachfrage nicht gleichmäßig über den Tag verteilt, in den Morgen- und Abendstunden kommt es zu Verkehrsspitzen mit deutlich höherem Verkehrsaufkommen. Die Kapazität ist pro Fahrtrichtung und Stunde zu verstehen.


Umfeld

Eine Sperrung der Otto-Warburg-Straße ist in dieser Maßnahme nicht geplant.

Die Autobahn Südbayern untersucht derzeit, mit welchen technischen und kommunikativen Maßnahmen die verkehrlichen Beeinträchtigungen während der Bauzeit abgemildert und Staus auf der Autobahn und auf den umliegenden Straßen reduziert werden können.
Es sind frühzeitig Gespräche mit den verkehrlich betroffenen Gemeinden und Straßenbaulastträgern geplant, um ggf. zeitgleich stattfindende Arbeiten und Einschränkungen mit denen auf der A 99 möglichst aufeinander abzustimmen.
Die Lärmsituation wurde in der Planfeststellung (siehe Unterlage 17.1 ) untersucht und wird sich nicht verschlechtern. Diese Untersuchung bezieht sich auf den Prognosefall mit aktiver TSF nach der Baumaßnahme.


Umfeld: Hirmerei

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:

Ihre Folie mit den geschätzten Verkehrszunahmen durch die TSF zeigt eine Zunahme des Verkehrs auf der Bayernwerk- bzw. Eversbuschstraße durch die Tunnelsanierung – ist das richtig? Diese Straßen sind heute (zumindest vor Covid) schon überlastet. Wenn Hirmer hier auch noch baut, zusammen mit der Sanierung wird der Verkehr auf diesen Straßen zusammenbrechen. Arbeiten Sie mit Hirmer an einer Lösung?

Wenn ich Ihre Folie mit den geschätzten Verkehrszunahmen durch die TSF richtig sehe, rechnen Sie mit einer ZUNAHME des Verkehrs auf der Bayernwerk- bzw. Eversbuschstraße DURCH Ihre Maßnahmen – ist das richtig??? Wir brauchen eine Entlastungsstraße und verlangen, dass die Stadt ihren Beschluss zur Ablehnung einer Machbarkeitsstudie revidiert!!! Die Freihaltetrasse des Hirmerei-Geländes ist das Einzige, was da noch hilft.

Antwort:
Bei der Betrachtung einzelner Straßen kann es in Modellberechnungen zu geringfügigen Verkehrszunahmen kommen, wo man es nicht erwarten würde. In diesem Fall handelt es sich vermutlich um Anwohner, die ihre Routenwahl aufgrund der Maßnahme anpassen. Im Allgemeinen bündelt die Maßnahme den Verkehr auf der Autobahn und entlastet die umliegenden Straßen.

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:
Welche Ausgleichsmaßnahmen für die Betroffenen sind geplant (Stadtteil Allach, und Feldmoching, Gemeinde Karlsfeld) oder vorstellbar, insbesondere ist eine Unterstützung oder Förderung der Entlastungsstraße für die Eversbuschstr. Nord (B-Plan „Hirmerei“) geplant?

Welche Entlastungsmaßnahmen sind geplant, um den Umgehungs- und Schleichverkehr auszugleichen (v.a. wenn dann noch mehr Stau ist und die Fahrer den Tunnel durch unsere Wohngebiete umgehen)? Kommt die Entlastungsstraße für die Hirmerei?

Wenn die Entlastungstrasse für das Hirmerei-Gelände kommt, wäre die Eversbuschstraße entlastet: das muss doch zuerst bewerkstelligt werden, dann erst kann so ein Projekt starten. Sind Sie da dran?

Die Entlastungsstraße, die im Zuge der Hirmerei-Planungen zurückgestellt wurde, wäre DIE Lösung: werden Sie das unterstützen?

Es gäbe Entlastungsmöglichkeiten für die Eversbuschstr: eine freigehaltene Trasse hinter dem Bauvorhaben hirmerei. Warum wird sie nicht genutzt?

Gemäß Berufsalltag bringt jede Störung im Allacher Tunnel oder davor, erheblichen Stau in der Durchfahrt Karlsfeld bzw. Eine immense Zunahme der Verkehrslast auf der B471. Welche Entlastungsmaßnahmen sind hier jeweils vorgesehen?

Leider konnte ich dort keinerlei Informationen finden, wie im Staufall verhindern werden soll, dass der Verkehr von der Autobahn abfließt und sich seinen Weg über die Eversbuschstraße bahnt.

Wie stellt die Autobahn Südbayern sicher, dass die jetzt schon verkehrlich unzumutbar belastete Gemeinde Karlsfeld nicht noch weiter durch zusätzlichen Verkehr weiter belastet wird. Wir sorgen uns nicht nur um eine verstopfte Hauptverbindungsroute durch Karlsfeld, sondern insbesondere um unsere Gesundheit durch die extreme Abgas- und Feinstaubbelastung.

Beantworten Sie bitte noch unsere Frage zurEntlastungsstraße auf dem Hirmerei-Gelände? Das ist entscheidend, ob da etwas vorwärtsgeht – können Sie da etwas tun?

Die Anwohner sind angewiesen darauf, dass Sie ALLES tun, um die Verkehrssituation zu entlasten. Kommen Sie noch zur Hirmerei?

Antwort:

Im Rahmen des Projekts werden keine städtischen Entlastungsstraßen neu gebaut. Eine Prüfung hat ergeben, dass aus statischer Sicht keine Entlastungsstraße direkt auf dem Tunnel gebaut werden kann. Technisch wäre dies nur ohne direkter Nutzung des Tunnels, etwa mit einer Brücke über den Tunnel möglich.

Der Bereich des Versickerungsbecken wird im Zuge der Maßnahme nicht verändert. Die Autobahn Südbayern wird diese Anregung gern in die weitere Abstimmung mit der Landeshauptstadt München aufnehmen. Sollte die Landeshauptstadt München Flächen für einen Geh- und Radweg von der Autobahn Südbayern benötigen, wird die Autobahn Südbayern dies wohlwollend prüfen.


Verkehr

Während der Bauphase 2, der Sanierung des Tunnels, ist eine 4+0 Verkehrsführung geplant. Pro Fahrrichtung stehen 2 Fahrstreifen zur Verfügung. Diese 4 Fahrstreifen werden in einer Tunnelröhre geführt. Der Erklärfilm 2 auf der Startseite stellt die Verkehrsführung dar.

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:
Wir rechnen mit enormem Verkehrsaufkommen, bei dem die Fahrer den verstopften und verlangsamten Tunnel „schneller“ zu umgehen suchen: was werden Sie dagegen tun? Wie kann man das steuern?

Es gibt schon jetzt viele Autofahrer die durch’s Moos und dann über die Birkenstraße/Eisolzriederstr/Eversbuschstr. ausweichen und hier die Straßen verstopfen. Wie können Sie sicherstellen, dass wir nicht noch mehr durch solche Autos belastet werden? Besteht eine Möglichkeit die 471 mehr einzubinden?

Selbst während Corona hat die Bereitschaft zum (an sich verordneten) Homeoffice immer mehr abgenommen. Wenn Arbeitgeber Schichten verändern, müssten sich auch Kita Zeiten anpassen, die Effizient im Betrieb nähme ab, Kosten der Firmen würden steigen, das ist doch alles komplett unrealistisch. Sie setzen doch nur auf Verkehrsbelastung, die zu einem Umdenken wegen Stau führt. Und das passiert auf unserem Rücken.

Die Verkehrszunahme durch Schleichverkehr während der Baustelle wird exorbitant: da scheinen Ihre bislang vorgesehenen Maßnahmen bei Weitem nicht ausreichend. Kommt da noch etwas?

Wenn wir im Verlauf der 3-8 Jahren der Sanierung feststellen, dass wir mehr als die berechneten 100 Autos Belastung haben, werden Sie flexibel sein und etwas gegen den zusätzlichen Verkehr machen, z.B. die 471 besser nutzen oder werden wir als ‚kollateral Schaden‘ abgeschrieben?

Antwort:

Für die ca. 5-jährige Bauzeit im Tunnel Allach werden im Tunnel jeweils nur zwei anstatt drei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen (4+0- Verkehrsführung). In den Spitzenstunden wird es daher zu Engpässen kommen.

Die Autobahn Südbayern untersucht derzeit, mit welchen technischen und kommunikativen Maßnahmen die verkehrlichen Beeinträchtigungen während der Bauzeit abgemildert und Staus auf der Autobahn und auf den umliegenden Straßen reduziert werden können.

Es sind frühzeitig Gespräche mit den verkehrlich betroffenen Gemeinden und Straßenbaulastträgern geplant, um ggf. zeitgleich stattfindende Arbeiten und Einschränkungen mit denen auf der A 99 möglichst aufeinander abzustimmen.

Die Autobahn Südbayern steht zudem mit großen Arbeitsgebern im Münchner Norden (BMW, MAN, MTU, Allianzarena etc.), weiteren Akteuren aus dem Bereich öffentlichen Verkehr und der kommunalen Verwaltung im Dialog. Ziel ist es den Verkehr durch zeitliche Verlagerung, Umstieg auf andere Verkehrsmittel sowie weitere Maßnahmen in den täglichen Spitzenzeiten zu reduzieren und damit die verkehrlichen Verlagerungen abzumildern. Die Autobahn Südbayern ist hier auch auf die Unterstützung der anderen Akteure angewiesen. Daher müssen partnerschaftlich Lösungen erarbeitet werden.

Die Öffentlichkeit wird frühzeitig über das Projekt und dessen Auswirkungen informiert.

Hierzu finden zu gegebener Zeit Detailabstimmungen mit den Projektträgern statt. Nach dem letzten Kenntnisstand kann für die Baumaßnahme „Neubau Bahn-Unterführung Dachauer Straße“ noch kein Starttermin genannt werden. Eine zeitliche und verkehrliche Überlagerung kann daher derzeit nicht abgeschätzt werden.

Der Fokus der Maßnahmen liegt auf den Spitzenstunden, da hier der größte Handlungsdruck vorherrscht. Es ist davon auszugehen, dass sich die Maßnahmen auch positiv auf die restlichen Tagesbereiche auswirken. Der Erklärfilm 2 auf der Startseite stellt die Verkehrsführung nochmal da.

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:

Bezüglich dieser Frage, könnte nicht ein Teil der Sanierungskosten für dieses nützliche Projekt benutzt werden? Wie wäre es wenn die Stadt München doch noch mal überlegt den öffentlichen Nahverkehr zu unterstützen mit der Karte für 1Euro pro Tag, dann würden vielleicht viele Autofahrer auf den MVV umsteigen, das wäre für den Verkehr hier gut und für die Umwelt auch.

Wie wäre es wenn die Stadt München doch noch mal überlegt den öffentlichen Nahverkehr zu unterstützen mit der Karte für 1Euro pro Tag, dann würden vielleicht viele Autofahrer auf den MVV umsteigen, das wäre für den Verkehr hier gut und für die Umwelt auch.

Antwort:

Der gesetzliche Auftrag der Autobahn Südbayern ist es, die Bundesautobahnen als Rückgrat des Fernverkehrs verkehrssicher und gemäß den gesetzlichen Vorgaben zu erhalten und auszubauen. Die Pläne für ein 365€-Ticket liegen in der Zuständigkeit des MVV und können daher nicht von der Autobahn Südbayern forciert werden. Die Anregung wird jedoch in den Gesprächen mit dem MVV weitergegeben.

Damit eine Tunnelröhre saniert werden kann, muss der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen durch die andere Röhre fließen. Für den Aufbau dieser Verkehrsführung werden voraussichtlich kurzzeitige fahrtrichtungsweise Sperrungen der A 99 notwendig; die andere Fahrtrichtung bleibt währenddessen für den Verkehr freigegeben. Um die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer und die Belastung für die Anwohner der Umleitungsstrecken möglichst gering zu halten, werden die Sperrungen nur in den Nachtstunden durchgeführt. Über die Termine der Sperrungen wird die Autobahn Südbayern frühzeitig informieren.

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:
Gibt es keine Möglichkeit die Arbeiten außerhalb und innerhalb des Tunnels weitgehend parallel laufen zu lassen und damit die Bauzeit zu reduzieren?

Antwort:
Im Zuge der Planung wurden verschiedenen Alternativen betrachtet. Eingeflossen sind dabei Rettungs- und Fluchtwege, Aspekte der Arbeitssicherheit, die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und die Länge der Bauzeit. Bei einer Verkehrsführung durch beide Tunnelröhren (im Gegensatz zur abwechselnden Sperrung) könnten Rettungswege, der Arbeitsschutz und die Verkehrssicherheit nicht durchgehend gewährleistet werden. Zudem würde sich die Bauzeit deutlich verlängern.
Der Fahrbahnbelag im Tunnel lässt sich technisch nur in einer gesperrten Röhre erneuern, während der Verkehr in der oben beschrieben Art und Weise durch die andere Röhre geführt wird. Daher ist die 4+0 Verkehrsführung für die Autobahn maßgebend. Dies wird auch im Erklärfilm 2 auf der Startseite dargestellt.

Es ist richtig, dass der Schwerverkehr nur in sehr geringem Maße durch Maßnahmen beeinflusst werden kann. Damit der Schwerverkehr auf der Autobahn verbleiben kann, ist unser Ziel die verkehrlichen Wirkungen insgesamt bestmöglich abzumildern. Dazu wird vor allem die Zielgruppe Pendler adressiert.

Die Taktzeiten der S-Bahn München können nicht von der Autobahn Südbayern erhöht werden. Die Autobahn Südbayern wird diesen Vorschlag aufgreifen und bei der S-Bahn München einbringen. Die Autobahn Südbayern ist auch hier auf die Unterstützung anderer Akteure angewiesen.

Die Autobahn Südbayern untersucht derzeit, mit welchen technischen und kommunikativen Maßnahmen die verkehrlichen Beeinträchtigungen während der Bauzeit abgemildert und Staus auf der Autobahn und auf den umliegenden Straßen vermieden bzw. reduziert werden können. Es sind frühzeitig Gespräche mit den verkehrlich betroffenen Gemeinden und Straßenbaulastträgern geplant, um ggf. zeitgleich stattfindende Arbeiten und Einschränkungen mit denen auf der A 99 möglichst aufeinander abzustimmen. Die Autobahn Südbayern steht zudem mit großen Arbeitsgebern im Münchner Norden (BMW, MAN, MTU, Allianzarena etc.), weiteren Akteuren aus dem Bereich öffentlichen Verkehr und der kommunalen Verwaltung im Dialog. Ziel ist es den Verkehr durch zeitliche Verlagerung, Umstieg auf andere Verkehrsmittel sowie weitere Maßnahmen in den täglichen Spitzenzeiten zu reduzieren und damit die verkehrlichen Verlagerungen abzumildern. Die Autobahn Südbayern ist hier auch auf die Unterstützung der anderen Akteure angewiesen. Daher müssen partnerschaftlich Lösungen erarbeitet werden.

Die Autobahn Südbayern untersucht derzeit, mit welchen technischen und kommunikativen Maßnahmen die verkehrlichen Beeinträchtigungen während der Bauzeit abgemildert und Staus auf der Autobahn und auf den umliegenden Straßen vermieden bzw. reduziert werden können. Es sind frühzeitig Gespräche mit den verkehrlich betroffenen Gemeinden und Straßenbaulastträgern geplant, um ggf. zeitgleich stattfindende Arbeiten und Einschränkungen mit denen auf der A 99 möglichst aufeinander abzustimmen. Die Autobahn Südbayern steht zudem mit großen Arbeitsgebern im Münchner Norden (BMW, MAN, MTU, Allianzarena etc.), weiteren Akteuren aus dem Bereich öffentlichen Verkehr und der kommunalen Verwaltung im Dialog. Ziel ist es den Verkehr durch zeitliche Verlagerung, Umstieg auf andere Verkehrsmittel sowie weitere Maßnahmen in den täglichen Spitzenzeiten zu reduzieren und damit die verkehrlichen Verlagerungen abzumildern. Die Autobahn Südbayern ist hier auch auf die Unterstützung der anderen Akteure angewiesen. Daher müssen partnerschaftlich Lösungen erarbeitet werden.

Die im Erläuterungsbericht genannte Bauzeit von 3 Jahren auf der Tunneloberfläche und 5 Jahren auf der Strecke wurde über eine Bewertung der zahlreichen erforderlichen Arbeitsvorgänge ermittelt und damit ein Rahmenterminplan abgeleitet. Die Bauablaufplanung wird im Zuge der Ausführungsplanung noch weiter konkretisiert und zudem fortlaufend optimiert werden. Die Autobahn Südbayern ist bestrebt, die verkehrlichen Auswirkungen während der Bauzeit so gering wie möglich zu halten.


Verkehrliche Anordnungen

Damit die Arbeiten sicher und zügig vonstatten gehen können, sind an verschiedenen Stellen und zu verschiedenen Zeiten Baustellenverkehrsführungen erforderlich. Das bedeutet in der Bauphase 2 insbesondere für den Tunnel: Während eine Tunnelröhre saniert wird, teilt sich der Verkehr beider Fahrtrichtungen auf jeweils 2 verengten Fahrspuren die andere Tunnelröhre (so genannte 4+0 Verkehrsführung). Nach Abschluss der Arbeiten in einer Tunnelröhre erfolgt einmalig der Wechsel in die andere Tunnelröhre. Für diesen Tausch der Verkehrsführung können kurzzeitig und voraussichtlich nur nachts einzelne fahrtrichtungsweise Sperrungen notwendig werden.

In der Vergangenheit erwies sich das Unfallgeschehen auf der A 99 vor und im Tunnel Allach in Fahrtrichtung Salzburg als auffällig. Durch die Verflechtungsvorgänge (Spurwechsel) entstanden Gefahrensituationen, die regelmäßig zu Unfällen führten. Ursächlich hierfür waren die Fahrstreifenwechsel zwischen dem mittleren und dem rechten Fahrstreifen. Aufgrund der Linienführung im Tunnel wurden dabei häufig rechts fahrende PKW von in der Mitte nach rechts wechselnden LKW‘s im „Toten Winkel“ übersehen. Die Situation wurde von der zur Verringerung von Unfällen eingerichteten Unfallkommission eingehend analysiert und bewertet. Mit der aufgebrachten einseitigen Fahrstreifenbegrenzung werden diese Fahrstreifenwechsel aus dem Tunnel in den übersichtlicheren Bereich nach dem Tunnelportal verschoben, wo ein gefahrloses Wechseln möglich ist. Die Unfallzahlen und damit auch die unfallbedingten Stauungen konnten damit erheblich verringert werden. Die durchgezogene Linie wird auch nach der Maßnahme noch bestehen bleiben.


Wasser/Grundwasser

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:
Gibt es Grundwassermessstellen nördlich des Allacher Tunnels = nördlich des Sickerbeckens / östlich der Eversbuschstraße?

Falls diese nicht vorhanden sind möchten wir Anlieger diese einfordern, damit das Grundwassergeschehen in unserer künstlich geschaffenen Nachbarschaft objektiv untersucht und verfolgt werden kann.

Falls es in dieser Region eine Grundwassermessstelle gibt, hätten wir gerne Auskunft über deren Lokalisation. Sollte dort keine Messstelle vorhanden sein, fordern wir die Errichtung einer solchen, damit die Grundwasserentwicklung endlich für alle Seiten nachvollziehbar ist – sowohl im Zusammenhang mit den Tunnelsanierungsmaßnahmen als auch mit direkt angrenzenden Großbauprojekten.

Antwort:
Es sind mehrere Grundwassermessstellen beidseitig des Tunnels vorhanden, an denen teilweise seit 1993 kontinuierlich gemessen wird. Im Nahbereich des Versickerbeckens sind weitere Grundwassermessstellen vorhanden, an denen jedoch seit Jahren nicht mehr gemessen wird. Die Autobahn Südbayern prüft aktuell, ob diese vorhandenen Messstellen für ein Monitoring der Bauwasserhaltung wieder reaktiviert werden können. Des Weiteren stellt die Landeshauptstadt München im Geoportal die Lage und Daten ihrer Grundwassermessstellen zur Verfügung.

Umfassende hydrologische Berechnungen durch ein Ingenieurbüro haben ergeben, dass die Baumaßnahmen aufgrund der günstigen Lage des Tunnels zur Grundwasserfließrichtung und der Möglichkeit der Unterströmung des Tunnels zu keinem nennenswerten Grundwasseraufstau führt und somit keine Auswirkungen auf die umliegende Bebauung zu erwarten sind.

Bei der hydrologischen Planung und Begutachtung der Umbaumaßnahmen am Tunnel Allach wurden nur die bestehenden Bebauungen und Eingriffe in das Grundwasser berücksichtigt, welche sich somit auch in den langjährigen Grundwassermessungen wiederfinden. Selbstverständlich stellt die Autobahn Südbayern die Daten und Messungen zum Grundwasser umliegenden Baumaßnahmen für deren Grundwassermodelle zur Verfügung.

Ergänzend zu dem bereits umfangreichen Netz an Grundwassermessstellen beidseitig des Tunnels Allach, welche mit elektronischen Datenloggern ausgestattet seit 1991 kontinuierlich Daten liefern, ist geplant, weitere Grundwassermessstellen rund um das Versickerbecken nördlich der Otto-Warburg-Straße zur Überwachung der Bauwasserhaltungsmaßnahmen wieder zu reaktivieren und mit sogenannten Datenloggern auszustatten.

Fragen aus dem Dialogformat vom 17. Juni 2021:

Wie kriegen wir gesichert, dass unsere Häuser nicht noch häufiger als seit dem Bau der A99 mit den Dückern „Land unter“ stehen? Wir haben seit ´98 regelmäßig Wasser in den Kellern (früher nie): wird das geprüft? Sogar besser?

Sagen Sie noch etwas zu den Dükern und den Auswirkungen auf die Gefährdung unserer Häuser?

Wie ist das mit den Dükern vor dem Hirmerei-Gelände: dort ist eine Tiefgarage vollflächig vorgesehen – ist gesichert, dass das keine Auswirkungen auf unsere Häuser hat?

Antwort:

Die vorhandenen Dükeranlagen im westlichen Bereich des Tunnels wurden und werden weiterhin engmaschig durch beidseitige Grundwassermessstellen mittels sogenannter Datenlogger von der Autobahn Südbayern überwacht, um mögliche Auswirkungen auf die angrenzende Bebauung frühzeitig erkennen zu können.

Im Zuge der Planung wurden zudem die umliegenden, von dem Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München überwachten, langjährigen Grundwassermessstellen ausgewertet. Dabei konnte ein Zusammenhang zwischen den von Anwohnern beklagten höheren Grundwasserständen und dem Bau des Tunnels Allach ab 1996 nicht festgestellt werden.

Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens prüft das Wasserwirtschaftsamt München die wassertechnische Planung. Vor Beginn der Baumaßnahme werden alle Eingriffe und Beeinflussungen des Grundwassers mit den zuständigen Fachbehörden abgestimmt, sodass negative Auswirkungen auf Dritte weitestgehend ausgeschlossen werden können bzw. vorab schon entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen werden können.